Herzfibrose: Die Bedeutung der molekularen Bildgebung des Fibroblasten-Aktivierungsproteins
State-of-the-art molekulare Bildgebung mit Fibroblasten-Aktivierungsprotein (FAP)-gezielten PET-Tracern ermöglicht die nicht-invasive Visualisierung der Fibroblastenaktivierung. Eine frühzeitige Erfassung von Fibrose ist entscheidend, da der Fibroblastenaktivierung irreversible Organschäden vorausgehen. Da fibrotische Erkrankungen für etwa 45 % der Todesfälle in industrialisierten Ländern verantwortlich sind, unterstützt die frühzeitige Erkennung rechtzeitige Interventionen, Therapiekontrolle und die Prävention fortschreitender kardialer Schäden.
In zwei unserer aktuellen Studien in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Biomedizinische Bildgebung und bildgeführte Therapie, der Abteilung für Nuklearmedizin und der Abteilung für Kardiologie, Institut für Innere Medizin II, Medizinische Universität Wien, Wien, Österreich, demonstrieren wir den Nutzen der FAP-gezielten Bildgebung zur Beurteilung von negativem kardialem Remodeling in präklinischen Modellen von Druckbelastungs-induzierter Hypertrophie (diffuse interstitielle Fibrose) und Myokardinfarkt (Replacement-Fibrose) und zeigen die zeitliche Dynamik der Fibrose in beiden Kontexten auf. In einer klinischen Nachfolgestudie könnte das myokardiale [68Ga]Ga-FAPI als zeitlich robustes Maß für aktive Fibroblasten-Signalisierung dienen, das mit hämodynamischem Stress des Myokards korreliert und die einjährige klinische Reaktion nach einer Transkatheter-Aortenklappenimplantation (TAVI) stratifiziert. Die kardiale FAP-Bildgebung ermöglicht eine präzise Kartierung von Fibrose, überwacht die Dynamik des Remodelings und sagt klinische Ergebnisse voraus.
DOI: 10.3390/ph18050658 und
DOI: 10.1007/s00259-026-07815-4