Forschungsprojekt: Inflammation
Makrophagen auf Mitochondrien-Patrouille: Bekämpfung von Entzündungen bei Atherosklerose
PI: Laura Boccuni
Dieses Projekt konzentriert sich darauf, wie Makrophagen beschädigte Mitochondrien bei Atherosklerose erkennen und entsorgen. Normalerweise schützen diese Immunzellen das Gewebe, indem sie entweder defekte Mitochondrien innerhalb der Zelle recyceln oder sie in kleine Vesikel verpacken, um sie in die Umgebung abzugeben. Unklar ist jedoch, wie Makrophagen zwischen diesen beiden Wegen wählen und wie sich diese Entscheidung unter proatherogenem Stress verändert. Mithilfe fortschrittlicher Human- und Mausmodelle verfolgen wir die Schädigung, Bewegung und das Schicksal von Mitochondrien in Makrophagen, die atherosklerose-relevanten Reizen ausgesetzt sind. Parallel dazu screenen wir auf Mitochondrien abzielende Verbindungen, um Behandlungen zu identifizieren, die dieses Qualitätskontrollsystem regulieren, und testen, ob sie Entzündungen reduzieren und die Plaquestabilität verbessern. Durch die Definition der Signale, die das Recycling bzw. die Freisetzung von Mitochondrien steuern, zielt diese Arbeit darauf ab, einen neuen Mechanismus aufzudecken, der die mitochondriale Dysfunktion mit chronischen Gefäßentzündungen in Verbindung bringt, und Strategien zu identifizieren, um das Fortschreiten der Atherosklerose zu verlangsamen oder zu verhindern.
Kurzbiografie
Laura Boccuni, PhD, ist Postdoktorandin und ESPRIT-Stipendiatin am Ludwig Boltzmann Institut für Herz-Kreislauf-Forschung und verfügt über mehr als zehn Jahre Erfahrung in der akademischen Forschung. Sie studierte Zell- und Molekularbiologie in Italien, wo sie sowohl ihren Bachelor- als auch ihren Master-Abschluss absolvierte und sich eine solide Grundlage in der biomedizinischen Forschung erarbeitete. Später promovierte sie in Immunologie an den Max-Perutz-Labors in Wien und absolvierte eine Fortbildung in Immunsignalisierung, Molekularbiologie und Datenanalyse. Lauras Forschung konzentriert sich auf Immunmechanismen bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, mit besonderem Interesse an Makrophagenbiologie, Schaumzellbildung und Gefäßalterung. Sie kombiniert experimentelle und computergestützte Ansätze und verfolgt das Ziel, grundlegende Entdeckungen in klinisch relevante Erkenntnisse umzusetzen. Sie engagiert sich stark in der interdisziplinären Zusammenarbeit, Mentoring und wissenschaftlichen Kommunikation.